Stolz-Blogparade

Darf eine Göttin STOLZ sein?

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Verena Linhart. Es geht um das Thema Stolz (aus Sicht einer Göttin). Und ich bin sehr froh, diese Einladung bekommen zu haben, denn das Thema ist äußerst wichtig. Danke, liebe Verena.

Darf eine Göttin also stolz sein?

Die Antwort ist ein uneingeschränktes SELBSTVERSTÄNDLICH. Zwar sagen uns Weisheitslehren, dass wir nicht stolz zu sein brauchen, denn wir genügen so, wie wir bereits sind. Das ist auch meine grundsätzliche Auffassung. Dennoch ist es doch so, dass wir immer irgendetwas wollen. Und das ist nicht nur natürlich, sondern gesund. Du willst etwas, hast einen Wunsch und findest die Erfüllung desselben (mehr oder weniger) befriedigend.

Ein Ziel zu erreichen und schon der Weg dorthin, stellt eine Erfahrung dar. Und das ist meiner Meinung nach der Grund, weshalb wir überhaupt hier sind. Schlicht, um Erfahrungen zu machen. Zur Ausdehnung unserer Seele und damit zur Ausdehnung des Universums beizutragen. Einfach nur sein, selbstgenügsam, das ist unser eigentlicher, unser ursprünglicher Zustand. Dieser lässt sich zum Beispiel durch Meditation erfahren. Nur – das war uns nicht genug. Deswegen haben wir diesen SeinsZustand verlassen und uns als Seelen in das Abenteuer „Ich inkarniere in einem menschlichen Körper“ aufgemacht. Und dort gilt es, Erfahrungen zu sammeln. Sonst wäre das Ganze sinnlos und langweilig, denn wie sich „einfach nur sein“ anfühlt, das wissen wir ja auf der tiefsten Ebene unserer Existenz.

Was hat das nun mit Stolz zu tun?

Ganz einfach. Du sammelst also hier deine Erfahrungen. Gute, schlechte – alles eine Frage deiner persönlichen Wahrnehmung. Ich unterstelle dir einfach mal, dass du lieber glücklich als unglücklich sein möchtest. Das bist du in der Regel dann, wenn du erfreuliche Erfahrungen machst. Oder zumindest aus den weniger erfreulichen deine Schlüsse ziehst und daran wächst. Das sind beides Dinge, auf die du stolz sein darfst und sogar solltest.

Es ist doch großartig, wenn du dir ein Ziel setzt – sagen wir, du willst einen Marathon erfolgreich bewältigen. Du trainierst, gehst über deine Grenzen, wirst immer besser und an Tag X läufst du den Marathon und passierst die Ziellinie. Das ist ein Grund, auf dich stolz zu sein. Du kannst und darfst auf alles Mögliche stolz sein. Dass du so mutig warst, überhaupt auf der Erde geboren zu werden. Dass du es bis hierhin geschafft hast und so manche Herausforderung überwunden hast. Dass du heute so toll aussiehst!

Der Unterschied macht’s

Das Ding mit dem Stolz hat nur einen „Haken“ – auf den eine Göttin allerdings nicht hereinfällt. Viele bringen stolz zu sein damit in Zusammenhang, sich anderen überlegen zu fühlen. Nach dem Motto: „Ha, ich habe dieses oder jenes und die/der andere nicht, also bin ich besser als sie/er.“ Das wäre eine Ego-Attitude. Und genau DAS tut eine Göttin nicht. Sie fühlt sich durch ihre Leistungen oder Besitztümer anderen niemals überlegen.

Eine Göttin vergleicht sich nicht mit anderen sondern maximal mit der alten Version von sich selbst. Deine alte Version konnte vielleicht irgendwann nicht Spanisch und deine neue schon. Ein Grund, auf dich stolz zu sein. Kein Grund, sich deswegen anderen überlegen zu fühlen. Du weißt also, worauf ich hinaus will: Mit einer göttlichen Haltung bist du zwar durchaus stolz auf dich, doch mit „den anderen“ hat das nichts zu tun. Absolut nichts. Du legst fest, was du sein, tun oder haben willst. Dann erreichst du es und darfst dir dafür ruhig auf die Schulter klopfen.

Ein weiteres göttliches Merkmal von Stolz

Darüber hinaus weißt du als Göttin Bescheid, über den wahren Zustand, den SeinsZustand, aus dem du entspringst. Das heißt, du magst zwar stolz sein auf etwas, doch du identifizierst dich nicht damit. Wenn du das tätest, dann wäre dein Lebensglück davon abhängig, wie stolz du auf dich sein kannst, was du alles erreicht hast. Und dem ist nicht so. Du bist genug und geliebt – einfach, weil du bist. Selbst wenn du nur in der Ecke sitzen und atmen würdest. Aber das würde dich wahrscheinlich sehr langweilen ;).

Also WILLST du Dinge in dieser Umgebung, auf diesem wunderschönen Planeten erfahren und erreichen. Und das ist ok so, solange du diese Dinge nicht mit der Göttin verwechselst, die du bereits bist. Du bist ein wertvolles Wesen, auch ohne Marathons zu laufen, auch wenn dir die Frisur mal auf halb acht hängt. Denk bitte IMMER daran.

Dein Stolz Booster

Im richtigen Kontext ist Stolz also etwas sehr Gutes und Wünschenswertes. Damit du von dem positiven Gefühl noch mehr profitieren kannst, das sich einstellt, wenn du dir für etwas auf die Schulter klopfst, mach doch gleich mal eine „GoddessPride“-Liste. Diese wird dir helfen, dich so richtig gut zu fühlen, happy zu sein und dieser Zustand ist immer das Hauptziel einer Göttin – wer will das schließlich nicht, sich gut fühlen? Und das geht so: Nimm dir etwas Zeit, einen Stift und Papier (wenn du es oldschool magst) oder einen Laptop, ein Tablet oder was auch immer, worauf du Notizen machen kannst. Dann liste auf, was dich alles stolz macht. Egal wie bedeutend oder unbedeutend die Punkte dir erscheinen mögen – schreib mal alles auf, was dir einfällt und vor allem schreib auf, WARUM du stolz bist. Das intensiviert die guten Gefühle noch. Stolz zu sein ist in dieser Form sogar ein Akt der Selbstliebe. Lass dir also nix einreden von wegen „Eigenlob stinkt“. Sowas bringen dir Leute mit einer schwachen Selbstliebe bei. Du kannst es dir leisten, drauf zu pfeifen. Eigenlob duftet – nach Ambrosia*!

Ein Beispiel:

Ich bin stolz darauf, dass ich immer mehr auf mein Bauchgefühl höre, denn früher konnte ich das nicht und heute bin ich deswegen viel glücklicher und konnte so schöne Erfahrungen dadurch sammeln.

Noch eins:

Ich bin stolz darauf, mein Buch veröffentlicht zu haben, weil mein altes Ich sich das niemals getraut hätte und ich es als eine grandiose Bereicherung und persönliche Entwicklung empfinde, dass ich doch so weit gekommen bin, mich zu trauen.

Sodala

Ich wette mit dir, liebe Göttin, wenn du so eine Liste anfertigst mit sagen wir mindestens zehn Punkten, dann wird dir der Sonnenschein aus deinem göttlichen Hintern strahlen. Natürlich muss bei zehn nicht Schluss sein – du kannst die Liste beliebig erweitern und wirst feststellen, dass es sich prima anfühlt, mit jedem Punkt noch besser.

Und sobald du dich dann von Herzen freust, was du alles in deinem Leben hast, auf das du stolz sein kannst, wirst du wissen, wie es sich anfühlt, die GoddessAttitude ON zu haben. Du wirst reine Freude empfinden, keinen Ego-Stolz sondern einfach eine helle Freude darüber, wer du bist und was du alles bist, kannst und geschafft hast.

DAS ist der Stolz, den eine Göttin empfindet. Möge er stets mit dir sein.

Namasté

Deine Sonja

*Ambrosia = Speise der Götter, siehe griechische Mythologie

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