Lange hab ich überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt veröffentlichen soll. Denn ein Teil von mir, der göttliche, beobachtet, was gerade geschieht, sagt sich “Es ist, wie es ist.” und möchte sich naturgemäß erfreulicheren Themen zuwenden, zumal unsere Aufmerksamkeit erschafft. Der menschliche Teil ist empört und möchte “etwas tun” angesichts der aktuellen Lage – und wenn es “nur” wachrütteln ist, was ich von hier aus tun kann. Dann gibt es noch einen Teil, den unendlichen, der einfach chillt und sich sagt: “…”.

Ich bin also im Zwiespalt zwischen diversen Perspektiven, die ich einnehmen kann. Und diesen Zwiespalt habe ich lange nicht mehr gefühlt. Doch ich denke, genau deswegen ist der Artikel jetzt genau richtig – ich bin angetickt und in diesem Artikel spricht zu einem guten Teil meine menschliche Perspektive, die einfach nicht fassen will, was gerade geschieht. Da spricht der kollektive Anteil aller unterdrückten, vergewaltigten, verspotteten, misshandelten Frauen aus mir, welcher geheilt werden will – in mir und in der Welt. Denn immer, wenn wir uns selbst heilen, wenn wir den Weg der Transformation beschreiten, dann heilen wir nicht nur uns selbst, sondern immer auch einen kollektiven Anteil des anstehenden Themas. Und ich fühle, dass alle, die diesen Weg bewusst und mit großer Kraft gehen, einen erheblichen Teil des Kollektivs mit erlösen. Daher danke an alle, die mit mir auf diesem Weg sind. Danke für eure Liebe, eure Ausdauer, euren Mut. Nun aber los.

 

Darf sich eine Göttin aufregen?

Klar, wir dürfen uns sehr wohl Luft machen, wenn uns etwas gegen den Strich geht. Wenn dich etwas emotional aufwühlt, dann heißt das, da ist ein Thema, welches dir mehr über dich und die Welt verraten kann. Oftmals ist es nicht mal dein Thema, sondern eventuell ein kollektiver Anteil, denn wir sind nicht getrennt von der Welt, in der wir leben. Alles ist miteinander verwoben und somit haben wir neben unseren individuellen Schöpfungen immer auch bis zu einem gewissen Grad, mal mehr mal weniger, mit den Ereignissen in der Welt energetische Überschneidungen.

Und was mich antickt ist das Frauenbild, welches gerade durch die Medien geht (Stichwort: Übergriffe in Köln und andernorts), das Frauenbild, welches in einigen Kulturen noch sehr aktiv ist und durch die zunehmende Globalisierung und die dadurch stattfindende “Frauen- und Weltbildvermischung” nun in Deutschland, vielmehr – in Europa – für berechtigte Empörung sorgt. Jetzt schon mal sorry für die deutliche Wortwahl – aber manche Dinge kann und will ich mir nicht schönreden. Ach, was soll’s – wo kommen wir denn da hin, wenn man sich für alles Gesagte bereits im Vorfeld entschuldigt? “Political correctness” ist ein Synonym für “Maulkorb” und wenn wir unsere Meinung schon nicht mehr äußern dürfen ohne Angst vor Diffamierung…

 

Aber sind wir denn so empört?

Außer unter vorgehaltener Hand? Wo sind die Feministinnen jetzt, die immerhin dazu beigetragen haben, dass Frauen hierzulande mehr Gleichberechtigung erfahren als beispielsweise vor 97 Jahren, als Frauen in Deutschland noch nicht mal über das Wahlrecht verfügten??? Wieso regt sich kaum jemand auf? Wieso lese ich kaum Artikel, in denen Frauen mal ordentlich auf den Tisch hauen? Waren es die “falschen” Täter? Es gibt ja mittlerweile zu viele Berichte (gerade wenn man den Mainstream-Medien nicht alles abkaufen will), um einen wirklich guten Durchblick zu haben. Fakt ist, dass ich nicht zu politisch werden will und wer mich kennt, der weiß ich stehe weder links, noch rechts, noch in der Mitte – sondern drüber über dem ganzen Debakel. Und eine Feministin bin ich schon gar nicht. Aber um mich geht es hier nicht, wollte das nur mal eben klargestellt haben.

 

Zur Sache, um was es hier geht – ein inakzeptables Frauenbild

So. Egal, wer da nun übergriffig geworden ist, Einheimische, Ausländer – wo soll das hinführen, wenn man nicht mal mehr äußern darf, “es könnten Asylanten gewesen sein, die sich an Frauen vergangen haben”, ohne sofort in die rechte Ecke gestellt zu werden??? Es geht doch hier um etwas viel Grundsätzlicheres, nämlich ein Frauenbild, das in einem Wort vollkommen INAKZEPTABEL ist. Ein Frauenbild, welches den grundsätzlichen Respekt vermissen lässt. Ein Frauenbild, welches Männern die innere Einstellung erlaubt, übergriffig zu werden in Wort oder Tat und sich dabei noch cool vorzukommen. Ein Frauenbild, welches Frauen als Menschen zweiter Klasse kategorisiert – wenn überhaupt. Ein Frauenbild, welches Männern erlaubt, ihren Hass auf Frauen an denselben auszuagieren. Ein Frauenbild, welches aussagt, dass Frauen keinerlei Rechte haben (sollten) und in dem der Mann als Patriarch deutlich über dem kleinen Frauchen steht, welches gerade mal gut genug ist, um ihm seine Schluppen hinterherzuräumen, Essen zuzubereiten und als Gebärmaschine zu fungieren – um möglichst männliche Nachfahren zu produzieren; wieder, weil Frauen als weniger wertvoll, als das schwache Geschlecht betrachtet werden. Und wenn Madame nicht funktioniert oder gar aufmuckt, schreckt er vor Gewaltanwendung auch nicht zurück.

 

Dramatisiere ich das?

Keinesfalls – ich selbst habe in meinem engeren Freundeskreis und durch meine Klientinnen Männer erlebt, die (mitunter mehr oder weniger heimlich) dieses Frauenbild hegen und ihre Frau oder Freundin tatsächlich nicht nur verbal (was schon schlimm genug wäre) misshandeln. Einerseits deutschstämmige Männer, andererseits Männer mit Migrationshintergrund. Da muss ich also nicht mal so weit gehen und das fragwürdige Frauenbild der Zugewanderten anführen. Haben wir alles schon hier, vielleicht kommt es jetzt nur “schön” nach oben.

 

Also, was ich sagen will ist: Geht’s noch???

In unserer modernen, ach so aufgeklärten, fortschrittlichen Welt, in der wir (angeblich) zum Mond fliegen und täglich neue wissenschaftliche, technische sowie menschliche Wunder vollbringen existiert so etwas noch? Mein Aufruf an die Männer mit diesem haarsträubenden Frauenbild, die ihre körperliche Gewalt mangels intellektueller, geschweige denn liebevoller Fähigkeiten benutzen, um ihren Willen durchzusetzen: “Go fuck yourself!” Ja, ich bin so richtig angepisst. Habt ihr denn überhaupt keine Ahnung, dass wir euch nicht brauchen? Noch nie in der Geschichte (wenn wir jetzt mal nur die letzten ca. 100 Jahre berücksichtigen) haben Frauen euch Männer WENIGER gebraucht als jetzt. Vielleicht ist es ja (auch) das, was die rohe Gewalt und Verzweiflung in besagten Männern auslöst – sie wissen, dass sie streng genommen überflüssig sind. Im Sinne von Versorgertum sowieso mehr denn je.

 

Um etwas versöhnlicher zu sein – es gibt auch ganz wunderbare, liebevolle Männer

Ich selbst bin mit einem tollen Exemplar zusammen, welches mich täglich eines Besseren belehrt und mich hoffen, nein wissen lässt, dass es ganz wundervolle, respektvolle männliche Wesen auf diesem schönen Planeten gibt. Trotzdem oder gerade deshalb wünsche ich mir für all die Frauen da draußen, die sich fragen, weshalb es mit Beziehungen nicht klappt und die Männer da draußen, die sich dasselbe fragen, ein neues Verständnis von Partnerschaft und Miteinander. Frauen gegen Männer aufzuhetzen ist NICHT meine Intention. Dazu gleich mehr.

 

Doch zunächst meine TOP 8, weshalb wir Frauen, erst Recht wir Göttinnen, keine chauvinistischen, respektlosen Machos brauchen:

1. Frauen können sich selbst versorgen. Zumindest in größerer Anzahl als früher, weltweit gesehen. Wir sind vielleicht immer noch nicht gleichgestellt, was die wirklich faire Bezahlung in vergleichbaren Positionen angeht, aber wir brauchen nicht, wie noch vor drei, vier Generationen, einen männlichen Versorger, um zu überleben.

2. Frauen sind allein oft besser dran. Gerade Männer mit oben beschriebenem Weltbild sind für eine (unabhängige) Frau in einer Partnerschaft eher Belastung als Zugewinn. Warum sollten wir uns den Stress mit Möchtegern-Machos antun?

3. Wir machen’s uns selbst. Wenn ihr denkt, Männer sind wenigstens in puncto Sex unentbehrlich, dann muss ich euch enttäuschen. Die meisten Männer performen weit schlechter, als sie selbst denken. Da ist eine Frau mit einer guten Kollektion von Vibratoren und Dildos oft besser ausgestattet.

4. Manche Männer verwenden gern den Spruch: Wieso sollte ich mir gleich eine ganze Kuh anschaffen, wenn ich nur ein Glas Milch haben will? Hey! Frauen können das auch: Wieso sollten wir gleich ein ausgewachsenes Riesenbaby adoptieren, nur weil wir mal spielen wollen? Und überhaupt: Wieso ist das eigentlich noch immer so, dass Frauen mit wechselnden Partnern als Schlampen und leichte Mädchen bezeichnet werden, während Männer die tollen Hengste sind, wenn sie mit zahlreichen Konkubinen verkehren???

5. Siehe Punkt drei und vier – emotionale Nähe und gute Gespräche, die Frauen neben der Befriedigung eventuell fehlen, können wir uns ebenso gut in unserem Freundeskreis holen.

6. Es gibt Samenbänke. Mit so viel genetischem Material, dass Frauen ab sofort gänzlich ohne Männer auskommen könnten. Wahrscheinlich so lange, bis die Erde von der Sonne verschlungen wird.

7. Da die Politik immer noch von Männern dominiert wird und wir an allen Ecken und Enden der Welt Krieg führen, lohnt sich ein Gedanke dahingehend, ob wir ohne euch nicht vielleicht sogar Weltfrieden hätten!?

8. Frauen sind selbständig wie nie zuvor. Glühbirnen wechseln, die Couch verrücken, ganze Wände umreißen – es ist längst gängig, dass Frauen sich auch handwerklich zu helfen wissen. Wir wissen heute, wie man einen Reifen wechselt und ganze Häuser baut.

Ja, ein Augenzwinkern darfst du da ruhig rauslesen. Trotzdem – was wahr ist, ist wahr. 😉

 

Nicht allein ein Einwanderungsphänomen

Nochmal: Wer jetzt denkt, dies sei ein Einwanderungs-Problem, dem möchte ich gerne ein anschauliches Beispiel vortragen. Wohlgemerkt haben sich hier zwei deutsche Männer unterhalten. Was der eine von ihnen erörterte, schien anfangs noch relativ viel Sinn zu machen, denn es ging darum, dass er keinen aktuellen Kinderwunsch habe. Er wolle sich erst mal einen gewissen Lifestyle ermöglichen. Später könne man ja Kinder adoptieren, denn es sitzen ja so viele liebe Seelen abgeschoben und ungewollt in Heimen, die eine Chance auf ein glückliches Leben verdient hätten. So süß von ihm, dachte ich – bis er fortfuhr und meinte, das würde den netten Nebeneffekt haben, dass sein (zukünftiges, er ist derzeit solo) russisches Topmodel sich nicht durch Schwangerschaft und Geburt die Figur ruinieren würde. Wie bitte? Ich glaube, das muss ich nicht weiter kommentieren. Fakt ist, dieser (und so viele seiner Art) “Mann” hat eine interessante Anspruchshaltung, wenn es um seine ideale Frau bzw. Beziehung geht.

 

(Sarkasmus on) – Die ideale Frau – (Sarkasmus off)

Demnach soll sie also aussehen wie ein russisches Topmodel. Das allein ist schon mal beachtenswert und genau genommen rassistisch und klischeehaft. Genug zu den Stereotypen, es ging noch weiter. Diese solle natürlich permanent aussehen, wie aus dem Ei gepellt, trotzdem nicht oberflächlich sein und ihr eigenes Geld verdienen (bloß nicht von seinem leben) und ja… irgendwie kann ich mich nicht so recht erinnern, was er sonst so zu ihren inneren Werten geäußert hatte – was vielleicht daran liegen mag, dass ihm diese eher unwichtig sind. Ach ja – dauerscharf sollte sie natürlich sein, also allzeit bereit für ihn, den sie als ihren herrlichen, einzigen Gott betrachtet und anhimmelt. Das war es soweit. Das, was sich ein deutscher Mann, nennen wir ihn MusterMax, wünscht, wenn sein Leben ein Wunschkonzert wäre. Es ist vielleicht interessant hinzuzufügen, dass derjenige, der hier stellvertretend für eine nicht ganz kleine (hoffentlich bald aussterbende) Gruppe Männer steht, die eben dieses Frauenbild (mehr oder weniger offiziell) ersehnen, selbst so gar nichts zu bieten hat. Seine sexuellen Fähigkeiten kann ich nun nicht beurteilen, aber nach dem, was ich von ihm weiß, hat er einer Frau im Gegenzug nichts zu bieten.

 

Quasimodo sucht Topmodel

Wie kommt es, dass Männer, die charakterliche Nullen sind, jeden Tiefgang vermissen lassen, im Leben generell und auch spirituell gesehen nichts vorzuweisen haben und aussehen wie Quasimodo, sich Frauen wünschen, die die Eigenschaften des oben beschriebenen russischen Topmodels mitbringen? Frage: Welche Frau, die oben genannte Eigenschaften mitbringt, also über Schönheit, Unabhängigkeit und Intellekt verfügt, hätte irgendeinen, auch nur den allerkleinsten Grund, sich mit einem Mann wie MusterMax einzulassen? Müssen Männer Frauen deshalb unterdrücken, damit sie überhaupt einen Grund haben, sich mit ihnen abzugeben? Sie klein halten, damit sie selbst besser dastehen? Ihr Selbstvertrauen zerstören, damit sie denken, sie hätten nichts besseres verdient als den exemplarischen MusterMax??? Frauen unterjochen, um eine Existenzberechtigung zu haben? Ihnen Minderwertigkeitskomplexe suggerieren, damit sie euch “wollen”, weil sie sich eh nicht mehr zutrauen? Das habt ihr doch nicht nötig, Jungs!? Wo ist der Respekt gegenüber euren Müttern, ohne die ihr gar nicht existieren würdet? Wo ist die Liebe zu euren Schwestern, euer natürlicher Beschützerinstinkt gegenüber dem (physisch) zarteren Geschlecht? Wo ist eure Zuneigung zu jenen Frauen, die eure Nachfahren gebären und großziehen, welche die hoffnungsvolle Zukunft der Menschheit auf ihren Schultern tragen? Wo ist der Respekt gegenüber dem weiblichen, lebensspendenden Prinzip? Wenn ihr Frauen bespuckt und mit Füßen tretet, dann misshandelt und entehrt ihr das Heiligste – das Leben selbst.

 

Also, Männer. Wir brauchen euch nicht.
Was nicht heißt, dass wir euch nicht wollen.

 

Frauen wünschen sich respektvolle Gefährten auf Augenhöhe. 

Teamplayer statt Testosteron-Produzenten auf dem Ego-Trip. Wir wünschen uns, dass ihr in der Lage seid, die eigene Erwartungshaltung mal abzuwägen gegen das, was mann selbst zu geben hat bzw. zu geben bereit ist; in einem geistigen Aggregatszustand, in dem Liebe noch ein Handel ist (dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen, führt aber hier zu weit). Und wenn wir schon bei bedingungsloser Liebe sind: Wieso sollen wir euren Bierbauch akzeptieren, wenn ihr euch gleichzeitig erlaubt, unsere Cellulite zu bemäkeln? Wir brauchen euch nicht. Ihr müsst heutzutage mehr liefern, als einfach nur ein Y-Chromosom an der richtigen Stelle.

 

Männer – wacht auf!!!

Habt ihr es noch nicht geschnallt? Es ist Göttinnen-Dämmerung auf diesem Planeten. Wir wollen echte Männer – Götter, die uns respektieren und auf Händen tragen und keine chauvinistischen Maxens, die in veralteten, patriarchalischen Wunsch-Realitäten existieren (möchten). Männer, die ihre physische Stärke nicht gegen uns verwenden und somit Schwäche beweisen. Behandelt uns wie die Göttinnen, die ihr wollt. Und wir behandeln euch wie die Götter, deren Potenzial in euch steckt. Legt dieses Potenzial frei – wetten, ihr seid dann ebenfalls glücklicher!?

 

Und den Frauen sage ich:

Es ist Zeit, die Göttin in euch aufzuwecken! Lasst euch diesen Mist nicht (mehr) gefallen! Es gibt immer einen, der’s versucht und einen, der’s mit sich machen lässt. Es fängt bei uns an – wir kreieren das neue Frauenbild. Warten wir nicht darauf, dass die Männer dies für uns tun. Wir sind jetzt gefragt. Und zwar nicht, indem WIR nun unser Verhalten ändern, eine Armlänge Abstand einhalten und verstärkt auf die Kleiderwahl achten! Wieder schwillt mir da der Kamm – geht’s überhaupt noch? Dass wir Frauen unser Verhalten ändern müssen, nur weil einige Männer sich nicht im Griff haben bzw. ein völlig perverses Frauenbild sowie null moralischen Ehrenkodex in sich tragen? Es muss doch möglich sein, dass man sich als Frau auf dem Erdball unbehelligt bewegen kann. Und zwar egal wo und egal wie nackt oder angezogen. So wie das für jedes Lebewesen möglich sein sollte. Wir leben nicht mehr im finsteren Mittelalter, herrje!

 

Wir Frauen tragen (kollektiv gesehen) einen Teil der Verantwortung

Indem wir uns gewisse Behandlungen gefallen lassen. Wir müssen aufhören, uns unter Wert zu verkaufen. Wir müssen aufhören, uns einreden zu lassen, wir seien weniger wert als Männer. Welcher Mann/Mensch soll eine Frau respektieren, die sich unter Wert verkauft, weil sie sich selbst nicht respektiert und nicht für ihre Rechte eintritt? Wir müssen uns wehren (dürfen) – energetisch und auch ganz praktisch. Egal, welcher Abstammung ein übergriffiger Mann sein mag – das geht gar nicht und muss geahndet werden. Und zwar drastisch. Ich bin nicht für aktive Gewalt – aber ich sage deutlich, dass frau sich verteidigen darf und sollte, wenn es schon so weit ist, dass sie psychisch und/oder physisch angegriffen wird. Damit sage ich keinesfalls, Opfer von Übergriffen seien “selbst schuld”. Ich sage nur, dass wir uns als Kollektiv einfach zu viel gefallen lassen. Und hier liegt die Ursache – jede Frau, die sich im Kleinen nicht wehrt, ihre Wut und Verzweiflung herunter schluckt und Dinge tut, die sie eigentlich nicht tun will, nur um einem Mann zu gefallen, trägt energetisch zum Fortbestehen dieses Ungleichgewichts im Großen (Kollektiv) bei. Ich möchte die Dunkelziffer der Frauen nicht kennen, die zum Beispiel körperliche Gewalt zu Hause erfahren und ihren Mann nicht anzeigen, ihn sogar decken. So wird das nicht aufhören. Andersherum tragen Frauen, die auf den Tisch hauen und sagen “Nein! Bis hierhin und nicht weiter.” zur Auflösung dieses Ungleichgewichts bei, indem sie Männern ihre Grenzen aufzeigen, sich wehren, einfach gehen, sich zusammentun.

 

Konkrete Maßnahmen im Innen und Außen

Das Ganze ist mal wieder etwas, das sich zunächst auf der energetischen Ebene abspielen muss, bevor konkrete Änderungen im Außen wirksam werden. Was also kann getan werden?

 

Als erstes – erwecke die Göttin in dir.
Dabei geht es in erster Linie um eine Haltung der Selbstliebe, der eigenen Wertigkeit und
um das Setzen gesunder Grenzen – du legst fest, was geht und was nicht. 

 

Dann handelt auch danach, will heißen:

  • Verkauft euch nicht unter Wert. Ihr werdet nur die Behandlung erhalten, die ihr euch wünscht, wenn ihr euch zunächst selbst respektiert.
  • Verlasst die Männer, die euch nicht respektieren. Ihr habt Besseres verdient. Gebt euch nicht ab mit weniger, als ihr verdient habt, nämlich einen liebevollen, respektvollen, selbstreflektierten Partner auf Augenhöhe, der seine Unzulänglichkeiten mit sich selbst ausmacht, statt sie ins Außen zu projizieren.
  • Arbeitet an der oben genannten Haltung.
  • Seht andere Frauen nicht (mehr) als Konkurrenz im Kampf um einen Partner oder anderes – was gebt ihr damit für ein Signal ans Universum raus und den Männern damit für eine Macht über euch?
  • Wenn Männer übergriffig werden, wehrt euch. Erlernt eine Kampfsportart, zumindest ein paar wirksame Griffe. Für alle, die in Gefahrenzonen leben: Bewaffnet euch. Männer sind oftmals physisch einfach stärker und ich finde, das darf durch geeignete Mittel zur Selbstverteidigung ausgeglichen werden.
  • Erstattet auf jeden Fall Anzeige, wenn es schon zu spät ist.
  • Bringt euren Töchtern bei, wie sie Selbstwert aufbauen und selbständig leben können.
  • Bringt euren Söhnen bei, wie man eine Frau im Idealfall behandelt.
  • Tut euch zusammen und unterstützt euch gegenseitig. Nicht nur für den seelischen Beistand, sondern, weil wir in der Gruppe auch physisch stärker sind. Männer rotten sich schließlich zu Massenvergewaltigungen zusammen…

 

Göttinnen dieser Welt –
erhebt euch und sagt nein zu Männern, die euren Wert nicht sehen.
Nur solange ihr denkt, ihr braucht sie, haben sie Macht über euch. 

 

Jedes Leben ist schützenswert

Ich denke, dass Gewalt nicht mit Gewalt bekämpft werden kann. Aber ich denke auch, man darf sich gegen Individuen oder Interessengruppen wehren – denn das eigene Leben ist nicht weniger wert als das der anderen. Und wer sich so weit von seinem göttlichen Potenzial der Liebe entfernt hat, dass er gewalttätig wird, vor dem darf und sollte man sich schützen. Bzw. sollte man seine Aufmerksamkeit und Energie abziehen, indem man/frau (wenn möglich) einfach geht und die unangenehme Situation und deren Verursacher verlässt. Wir müssen nicht beweisen, wie erleuchtet wir sind, indem wir alles mit uns machen lassen. Das eigene Leben ist WERTvoll und schützensWERT.

 

Hab ich das alles ernst gemeint?

Ja. Dennoch will ich nichts dramatisieren, keine Angst verbreiten. Nur die Augen öffnen für das, was gerade geschieht. Meiner Meinung nach kommen gerade sehr drastisch die Schatten des menschlichen Daseins, des Kollektivs, nach oben, um erlöst zu werden. Wer sich mit meiner Arbeit befasst hat, der weiß, wie fern es mir liegt, irgendwelche Gruppen (wie hier Männer und Frauen) gegeneinander aufzuhetzen. Doch ich denke eben auch, es bringt nichts, die Augen vor bestehenden Tatsachen zu verschließen und still meditierend zu hoffen, die Dinge würden sich ändern. Stellen wir uns den Gegebenheiten, damit wir wissen, womit wir es zu tun haben und legen wir dann fest, was wir stattdessen wollen.

Dann können wir – jeder einzeln für sich und damit natürlich auch alle für das Kollektiv – daran arbeiten, eine wünschenswertere, liebevollere Realität zu erschaffen. In der wir uns in unserer Verschiedenheit respektieren. In der wir miteinander statt gegeneinander agieren. In der wir verstanden haben, dass jeder Mensch ein wundervolles, einzigartiges, liebenswertes Wesen ist, wenngleich viele dieses Potenzial (noch) nicht leben. In der wir uns gegenseitig an letztere Tatsache erinnern und uns helfen, uns wieder auf den Weg zu bringen. In der wir Mitgefühl leben.  In der wir an unserer und somit der kollektiven Erleuchtung arbeiten, um solche Schlagzeilen wie die der letzten Tage zur abgehakten Vergangenheit zählen zu können.

 

Lasst uns in der Liebe bleiben

Wieder einmal möchte ich dazu aufrufen: Bleibt in der Liebe, lasst euch nicht verwirren und hinreißen. Seht das größere Gesamtbild, in dem alle gegen alle aufgehetzt werden – Frauen gegen Männer (und umgekehrt), Ausländer gegen Inländer, Gläubige gegen Anders-Gläubige, Rechte gegen Linke, Spirituelle gegen Un-Spirituelle…

Damit das aufhört und wir den Himmel endlich auf die Erde holen können müssen wir aufwachen und uns klarmachen, welches Spielchen hier gespielt wird (siehe hierzu auch meinen Artikel Flüchtlinge, Rebel Thriver und der Weg in die Liebe).  Unsere Aufmerksamkeit abziehen. Und uns aktiv überlegen, welche Welt wir stattdessen erbauen wollen.

Denkt daran: Diejenigen, die das mit uns machen sind wenige. Wir sind viele. Die Zahlen sprechen für uns und wenn genug von uns erwachen, in Liebe zusammenkommen und vor allem entsprechend handeln, dann können wir etwas verändern. Wir müssen es nur genug wollen. Wie heißt es so schön?

 

Wenn jene, die sich Frieden wünschen,
ebenso entschlossen und organisiert handeln
wie die, die sich Krieg wünschen,
dann werden wir Frieden erleben.

Lots of love to you.
Sonja's Blog-Unterschrift small

 

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